„Die Ehre zu haben einen Menschen
begleiten zu dürfen, bedeutet ein Gefühl
von Verbundenheit und Dankbarkeit,
Demut, Mitgefühl und Hingabe.“
Mitten im Leben
Ganzheitlich-integrative Traumabegleitung
Ein Trauma ist etwas, was zu schnell, zu heftig und zu plötzlich passiert. Wir können weder kämpfen noch fliehen und erhalten auch keinerlei Hilfe. Dies bringt uns in ein Gefühl der Hilflosigkeit, des Ausgeliefertseins und der Ohnmacht. Aber das Wissen über Trauma und seine Nachwirkungen gibt uns die Kraft, unser Leben zu verändern. Denn das Trauma liegt nicht im Ereignis selbst, sondern darin, wie unser Körper darauf reagiert. Als Begleiterin versuche ich ein Gespür zu entwickeln für das, was mir der Mensch vielleicht nicht direkt erzählen kann, was aber im Hintergrund, in seinem System wirkt.
Sobald wir verstehen, was mit uns ist, bekommen wir das Gefühl der Kontrolle zurück und fühlen uns nicht mehr machtlos. Traumasensibel begleiten heißt, jemanden zu sehen, zu hören und sich auf das Tempo einzulassen, in dem man bereit oder fähig ist, Veränderung geschehen zu lassen. Es bedeutet, zu stärken und Sicherheit zu vermitteln, um das Geschehene integrieren zu können, was belastet hat. Das hilft uns, Frieden zu finden mit dem, was ist.
Um Überforderung im System zu vermeiden, arbeiten wir nicht konfrontativ mit belastenden Inhalten, die wir erlebt haben. Wir bewegen uns in einem Zustand, in dem das Erlebte aushaltbar bleibt. In diesem geschützten Rahmen können wir uns Themen behutsam nähern und die Integration fördern, ohne eine erneute Überwältigung im Nervensystem auszulösen.
Trauerbegleitung
Trauer tut weh und kann sehr schmerzvoll sein. Trauer ist aber wichtig, um verarbeiten zu können. Jemand oder etwas, den oder das wir geliebt haben, ist nicht mehr da. Alles, was früher normal war, ist jetzt fremd und neu. Jeder Mensch trauert anders. Kinder anders als Erwachsene, und Frauen anders als Männer. Der eine trauert sofort, der andere erst in einigen Wochen oder Monaten. Jeder Mensch hat auch seine eigene Geschwindigkeit, der eine trauert ganz kurz und ein anderer ein Leben lang. Trauer ist sehr individuell und es gibt kein Richtig und kein Falsch. Manchmal braucht es jedoch Hilfe und Unterstützung, weil man es alleine nicht schafft, wieder in seinen Alltag zu kommen.
Trauer entsteht in der Regel nach einem Verlust. Klassisch verbindet man damit den Tod eines geliebten Menschen. Aber es gibt auch andere Situationen, die eine massive Trauer auslösen können und oft unterschätzt werden: z. B. das Ende einer Beziehung, eine Scheidung, der Verlust einer langjährigen Freundschaft, der Verlust der Arbeit, der Gesundheit oder – besonders bei Kindern – sogar der Verlust eines Plüschtieres oder einer Kuscheldecke. Ebenso der Verlust eines geliebten Tieres – all das kann die gleiche Wucht an Schmerz und Verzweiflung auslösen. Denn es ist nicht wichtig, WER gestorben ist, sondern welche Beziehung man zu demjenigen hatte.
Gesehen, gehört und in seinem ganzen Leid wahrgenommen zu werden, zu wissen, man ist nicht alleine, kann inneren Wandel und Frieden bedeuten.
Ebenso kann es für weitere Familienmitglieder, Freunde und Kollegen unterstützend sein, sich Hilfe zu holen, weil man oft nicht weiß, wie man mit der Trauer der Hinterbliebenen umgehen und den Menschen gegenübertreten soll.
S-O-S Übungen zur Emotionalen Erste Hilfe und Stressregulation
Die S-O-S Übungen sind einfache Übungen zur Stressregulation, mit denen gezielte Impulse gesetzt werden, um das Nervensystem auszugleichen, zu regulieren und zu beruhigen. Die Übungen lassen sich sowohl zur täglichen Vorsorge als auch in akuten Stressmomenten nutzen. Sie sind für (Klein-)Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geeignet und können meist völlig unauffällig mitten im Alltag und in der Öffentlichkeit angewendet werden.
Zustände wie z. B. Angst, starke Überforderung, Wut, Stress oder Trauer entstehen ganz automatisch und ohne unser bewusstes Zutun in unserem Nervensystem. Sobald wir uns in einer Situation unwohl oder unsicher fühlen, schlägt das System „inneren Alarm“. Manchmal hilft es, wenn man sich die Situation rational erklären kann. Doch oft ist der Alarm im Körper so hoch, dass reines Zureden nicht mehr ausreicht. Es ist unmöglich, der Angst oder der Wut einfach zu befehlen, zu gehen. Hier wirken tief sitzende Muster und Prägungen. Was jedoch möglich ist: Wir können im Außen Impulse setzen, damit im Inneren Entspannung spürbar wird. Genau hier setzen die S-O-S Übungen an.
S-O-S steht für Somatisch Orientierte Sicherheit und unterstützt dabei, in ein Gefühl von Sicherheit zurückzufinden. Diese Sicherheit ist das feste Fundament für entspanntes Lernen, gelingende Beziehungen, gesundes Wachstum und innere Balance.
Achtsamkeits- und Meditationstraining
Achtsamkeits- und Meditationstraining schenkt einen geschützten Raum, um im oft unruhigen Alltag sanft bei sich selbst anzukommen. Es ist die liebevolle Einladung, den gegenwärtigen Moment ganz bewusst wahrzunehmen – ohne Druck, ohne Erwartungen und ohne das Erlebte bewerten zu müssen. Anstatt im ständigen Funktionieren des Autopiloten zu verharren, erlaubt diese Praxis ein achtsames Erspüren der eigenen Bedürfnisse und Zyklen. Durch das feinsinnige Wahrnehmen von Atem und Körper entsteht Schritt für Schritt eine tiefe, vertrauensvolle Verbindung zum eigenen Inneren.
Dieses regelmäßige Innehalten ist eine wesentliche Stütze, um dem Nervensystem in einer reizüberfluteten Welt wieder echte Erholung zu erlauben. Man lernt dabei nicht, schwierige Gefühle oder Stress einfach wegzumachen, sondern ihnen mit einer inneren Haltung von Wohlwollen und Mitgefühl zu begegnen. So entfaltet sich inmitten der Stürme des Lebens ein spürbarer innerer Halt, der zu mehr Klarheit, Gelassenheit und neuer Lebenskraft führt.
Dies zu praktizieren ist nicht immer so einfach, vor allem bei Menschen mit traumatischen Belastungen oder einem hoch aktivierten Nervensystem, das in einem dauerhaften Alarmmodus oder in einer Überlebensfunktion feststeckt. Hier braucht es unter anderem Aufklärung, Körperarbeit, Co-Regulation und das Erlernen von Selbstregulation.
Hospiz- und Palliativbegleitung
Menschen auf einem ihrer schwersten und auch letzten Wege begleiten zu dürfen, ist ein großes Privileg. Mein persönliches Anliegen ist es, vielleicht letzte Wünsche erfüllen zu können oder Kontakte zwischen Angehörigen und Freunden zu schaffen, die sich nicht trauen zu kommen, weil sie nicht wissen, wie sie mit dem Menschen umgehen sollen, der im Sterben liegt. Einfach da sein und ihnen das Gefühl vermitteln, sie sind nicht alleine. Über ihre Gedanken, vielleicht auch Ängste sprechen. Letzte Erinnerungen mit ihren Angehörigen schaffen. Zusammen lachen, weinen, schweigen, sich über frühere Erlebnisse oder Hobbys auszustauschen. Ihnen das Gefühl geben, dass sie immer noch am Leben teilnehmen können, wenn vielleicht auch auf eine andere Art und Weise.
Letzte Hilfe
Bei der „Letzten Hilfe“ leistet man Umsorgungs- und Begleitmaßnahmen für schwerkranke und sterbende Menschen am Lebensende. Es versteht sich als Gegenstück zur „Ersten Hilfe“. Während Erste Hilfe das Überleben sichern soll, zielt Letzte Hilfe darauf ab, das Wohlbefinden zu unterstützen und die Lebensqualität bis zuletzt zu erhalten. In diesem Abschnitt des Lebens geht es um das reine Dableiben und Begleiten in schwierigen Momenten. Zum Beispiel Halt geben durch beruhigendes Einwirken und Körperkontakt bei Unruhe, Verwirrtheit oder Angst. Ich unterstütze im Dokumentieren von letzten Wünschen, helfe bei der emotionalen Vorbereitung der Lebens-/Trauerfeier oder informiere über die Bedeutung von Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Da bereits hier schon meist eine große Trauer bei dem Sterbenden als auch bei den Angehörigen ist, ist es wichtig, die Angehörigen in den Prozess der Begleitung mit einzubeziehen.
Meine Begleitungen
Mein Anliegen ist es, Menschen das Gefühl zu geben, gesehen und gehört zu werden – wertfrei, ohne Vorurteile und ohne sie „reparieren“ zu wollen.
Durch Aufklärung, Wertschätzung, Wohlwollen und ressourcenorientiertes Arbeiten möchte ich Wege zeigen, wieder zu sich selbst zu finden, die Gestaltungskraft über das eigene Leben zurückzuerlangen und in die eigene Kraft zu kommen, um die Herausforderungen „Mitten im Leben“ und im Alltag bewältigen zu können

Wichtiger Hinweis zu den Angeboten (Haftungsausschluss)
Die angebotene Begleitung und Beratung für alle Angebote in Bezug auf die genannten Anwendungsbereiche verstehen sich ausdrücklich als Maßnahmen der psychosozialen Unterstützung, der Stressregulation, der Ressourcenaktivierung und der Lebensbegleitung.
Bitte beachten Sie dazu folgende rechtliche und gesundheitliche Hinweise:
- Keine Heilkunde / Keine Psychotherapie: Die Tätigkeit ist keine Heilbehandlung im medizinischen oder psychotherapeutischen Sinne. Es wird keine Heilkunde ausgeübt, es werden keine medizinischen oder psychiatrischen Diagnosen gestellt, keine psychischen Störungen mit Krankheitswert therapiert und keinerlei Heilversprechen abgegeben.
- Kein Ersatz für medizinische Behandlung: Die Begleitung ersetzt zu keinem Zeitpunkt eine notwendige ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Laufende medizinische Therapien, ärztliche Verordnungen oder die Einnahme von Medikamenten dürfen aufgrund der Begleitung weder abgebrochen noch eigenmächtig verändert werden.
- Eigenverantwortung der Klienten: Die Teilnahme an den Sitzungen und Übungen setzt eine normale psychische und physische Belastbarkeit voraus. Als Klient/in tragen Sie zu jedem Zeitpunkt die volle Eigenverantwortung für Ihre körperliche und psychische Gesundheit sowie für alle Handlungen und Reaktionen während und nach der Begleitung.
- Hinweispflicht bei bestehenden Behandlungen: Wer sich aktuell in ärztlicher, psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung befindet, unter akuten psychischen Erkrankungen leidet oder Psychopharmaka einnimmt, ist verpflichtet, dies vor Beginn der Zusammenarbeit unaufgefordert mitzuteilen. In manchen Fällen ist eine Begleitung nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten möglich.
Die primären Ziele der Arbeit sind Aufklärung, die emotionale Stabilisierung in schweren Lebensphasen, das Erlernen von körperbasierter Alltagsregulation, das Integrieren von traumatischen Erlebnissen sowie die Stärkung des Selbstmitgefühls und der Selbstwirksamkeit.