"Zu integrieren, was uns traumatisiert hat,

hilft uns, Frieden zu finden mit dem, was ist."                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Verena König

Wie ich arbeite

Meine Arbeit ist unter anderem körperorientiert, systemisch und individuell auf den jeweiligen Menschen mit seinen ganz eigenen Bedürfnissen abgestimmt. In den Gesprächen möchte ich durch Aufklärung sowie mit Körperarbeit, Übungen, geführten Anleitungen, kreativen Einheiten und ressourcenorientiertem Arbeiten Wege zeigen, wieder zu sich selbst zu finden. Es ist mir ein Herzensanliegen, Menschen dabei zu unterstützen, Selbstfürsorge zu pflegen, die Gestaltungskraft über das eigene Leben und Stabilität im Alltag zu erlangen und somit in die eigene Kraft zurückzufinden. Ich arbeite konsequent ressourcenorientiert und stehe für die unantastbare Würde des Menschen.


Es geht dabei nicht um eine medizinische Therapie, sondern darum, die Kapazität für unterschiedliche Lebensbereiche und Erlebnisqualitäten zu vergrößern. Es geht darum, das Nervensystem sanft zu regulieren und die Lebensqualität spürbar zu steigern.


Die Basis meiner Arbeit: Das autonome Nervensystem

Ich arbeite auf Grundlage der Polyvagal-Theorie nach Stephen Porges. Über diesen körperzentrierten Ansatz wird es möglich, Stressreaktionen, Blockaden und traumatische Belastungen dort zu begleiten und zu regulieren, wo sie entstehen und gespeichert sind: im Nervensystem. So kann der Körper wieder lernen, echte Sicherheit und tiefe Regulation zu erfahren.


Mein Ansatz: Sicherheit und Ganzheitlichkeit

Einer der wichtigsten Grundsätze meiner Arbeit ist das Vermitteln und Wiedererlernen von gefühlter Sicherheit. Es geht darum, Unverarbeitetes anzunehmen sowie Schock, Belastungen, traumatische Erfahrungen und Trauer zu integrieren – und zwar ganzheitlich, sanft und körperorientiert.


Wofür ich stehe und was „traumasensibel“ bedeutet

Mein Anliegen ist es, Menschen in schwierigen Phasen ihres Lebens zu begleiten und zu unterstützen. Die Arbeit mit Menschen ist jedoch hochindividuell, denn was dem einen guttut, hilft einem anderen vielleicht nicht. Das gesamte Empfinden und Fühlen ist absolut subjektiv, sehr persönlich und einzigartig. Daher wird die Begleitung exakt auf die jeweiligen Bedürfnisse, Wünsche und Themen abgestimmt, mit denen der Mensch zu mir kommt.


Traumasensibel begleiten heißt, sich ganz auf die eigene Geschwindigkeit des jeweiligen Menschen einzulassen, in der er bereit ist, Veränderung zuzulassen. Es bedeutet, ihn in seiner Ganzheit zu respektieren, zu stärken und einen wertfreien Raum zu vermitteln, in dem sich Sicherheit entfalten kann. Jeder Mensch darf das Gefühl erfahren, gesehen und gehört zu werden – ohne Vorurteile und ohne den Anspruch, jemanden „reparieren“ zu wollen. Als Begleiterin versuche ich ein feines Gespür für das zu entwickeln, was vielleicht nicht direkt erzählt werden kann, was aber im Hintergrund im System wirkt, weil es sich schwer in Worte fassen lässt.


Welche Ziele hat eine traumasensible Begleitung?

Das Ziel der traumasensiblen Begleitung ist es, ein tiefes Verständnis für die eigenen Stressreaktionen zu entwickeln und die sich daraus ergebenden Symptome besser zu erkennen. Es geht darum, zwischenmenschliche Zusammenhänge zu verstehen, sich aus alten Verstrickungen zu lösen, die Selbstbestimmung wiederzuerlangen und den eigenen Körper bewusst als wertvolle Ressource zu nutzen. Indem Unverarbeitetes integriert wird, kann wieder ein Gefühl der Vollständigkeit entstehen und die Sprache des eigenen Nervensystems Schritt für Schritt verstanden werden.


Veränderung braucht Zeit

Alles, was wir bisher erlebt haben, wird in unserem System gespeichert – in unserem Körper und unserem Nervensystem. Hinter der Art und Weise, wie wir heute sind oder handeln, stecken tief sitzende innere Muster. Wir haben sie durch unsere Eltern, Großeltern oder andere Menschen in unserem Umfeld erlernt und übernommen. Es sind unsere Prägungen. Manche gefallen uns und sind uns nützlich, manche tun uns aber nicht gut und hindern uns daran, weiterzukommen.


Die heutigen Muster, Prägungen, Ängste oder Blockaden sind im Grunde wertvolle Beschützer. Sie waren einmal kluge Überlebensstrategien unseres Systems, um uns zu schützen, in einer schwierigen Zeit zu unterstützen oder sogar das Überleben zu sichern. Wir wollen diese Anteile nicht weghaben oder bekämpfen, sondern sie mit Mitgefühl betrachten, verstehen und ihnen erlauben, Schicht für Schicht zur Ruhe zu kommen.


Was über viele Jahre hinweg entstanden und gewachsen ist, lässt sich nicht innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen verändern. Veränderung braucht Zeit. Sie braucht Wissen, tiefes Verständnis und vor allem einen sicheren Raum, in dem sie überhaupt erst geschehen darf.


Echte Veränderung beginnt im Nervensystem. Wenn wir lernen, die Signale unseres Körpers wieder zu verstehen und uns im Hier und Jetzt sicher zu fühlen, findet unser System ganz von allein zurück in seine natürliche Balance.


Alles fließt ineinander

Egal ob Menschen mit dem Wunsch nach Trauer- oder Traumabegleitung, Stressregulation oder Achtsamkeits- und Meditationstraining kommen: Alle Ausbildungsbereiche fließen ineinander. Zum Beispiel können die S-O-S-Übungen in jedem dieser Felder unterstützen. Ebenso hilft das Wissen über die Dynamiken von traumatischen Erlebnissen im Bereich der Trauerbegleitung.


Trauer bringt tiefe Prozesse mit sich. All das kann enormen, anhaltenden Stress oder spürbare Belastungen im Nervensystem hinterlassen.


So bedingt das Eine oft das Andere: Dauerhafter Stress kann alte Belastungen reaktivieren. Tiefe Trauer kann das System in intensive Stresszustände versetzen. Und manchmal verbirgt sich hinter einer scheinbaren Überlastungsreaktion im Kern eine noch nicht gelebte, tief festsitzende Trauer.


Das Wissen aus diesen unterschiedlichen Bereichen ermöglicht es mir, den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen und ihn genau dort abzuholen, wo sein System gerade Unterstützung benötigt.


Der Weg zurück in die eigene Kraft

Etwas unbedingt „weghaben“ zu wollen, was uns nicht guttut, bedeutet oft einen harten Kampf gegen sich selbst. Dieser innere Kampf löst einen Alarm in uns aus, der unser System zusätzlich in Stress versetzt, Symptome verstärken oder sogar neue hervorrufen kann. Durch Aufklärung, ressourcenorientiertes Arbeiten, Wertschätzung und Wohlwollen möchte ich Wege zeigen, wieder ganz bei sich selbst anzukommen. Ich unterstütze Menschen dabei, die Gestaltungskraft über das eigene Leben wiederzuerlangen, in die eigene Kraft zurückzufinden und die Herausforderungen des täglichen Lebens souverän bewältigen zu können.



Meine Methoden

Alles, was ich den Menschen an die Hand gebe, wende ich selbst in meinem täglichen Leben sowohl zur Vorsorge als auch in Akutsituationen an.


Die Methoden sind leicht umsetzbar, schnell durchzuführen, in ihrer Wirkung effektiv und lassen sich oft auch direkt in den Tagesablauf integrieren.


Selbstregulation ist ein fester Bestandteil meines Alltags geworden. Manchmal braucht es dafür nur eine einzige Minute und manchmal etwas länger.